Museen

Fünf Kontinente Museeum

Mythen, Tiere, Götterwesen. Indianer Südamerikas

Museum Fünf Kontinente
Maximilianstraße 42
80538 München

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag
9.30 – 17.30 Uhr
EINTRITT 

Erwachsene 5 €
Ermäßigt 4 €
freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
Schulklassen: Schüler bis 18 Jahre haben ebenfalls freien Eintritt

Von der Südgrenze der USA bis zur Spitze Feuerlands erstrecken sich Mittel- und Südamerika über eine Länge von beinahe 8000 Kilometern. Sie sind von Menschen unterschiedlicher indianischer Kulturen geprägt. Zu den bekanntesten historischen Kulturen gehört die der Inka, deren Reich in seiner Blütezeit um 1530 über 4000 Kilometer vom heutigen Ecuador bis nach Chile reichte. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden prachtvolle Zeugnisse der Inka sowie Ihrer Vorläuferkulturen Moche und Nasca.

Kostbare Goldobjekte, rätselhafte Keramikgefäße und kunstvolle Steinskulpturen erzählen Geschichten von der Götterwelt, von Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen, von Kampf und Krieg. Ein eigener Ausstellungsbereich widmet sich den farbenfrohen Textilien von Weberinnen aus dem Hochland Guatemalas, die sich als Nachfahren der Maya bezeichnen. Solche Gewänder und textilen Accessoires waren schon vor der Ankunft der Europäer im 15. Jahrhundert lebendiger Ausdruck kultureller Identität und sind dies in stetem Wandel bis heute.

Völkerkundesammlung Lübeck

Adresse: Großer Bauhof 14, 23552 Lübeck
Telefon 0451-122-4340, Telefax 0451-122-4348
Peru, vor 1450; Kamelidenwolle, L: 24,5 cm, B: 26 cm; Inv. Nr.: 10191 (Tx 267a),

Übergabe: Gewerbemuseum Lübeck, 1914

Zu den wertvollsten Gütern in den alten Kulturen Perus gehörten Textilien, die mit großem technischen Können gearbeitet sind und eine Fülle phantasievoller Muster aufweisen. Nachweisbar ist die Weberei in Peru seit etwa 1800 v. Chr. Hauptsächlich wurde ein heute noch gebräuchlicher so genannter Rückenbandwebstuhl benutzt. Als Material diente Baumwolle, die seit mindestens 2500 v. Chr. in Peru angebaut wurde, und aus dem Hochland stammende Kamelidenwolle von heimischen Tieren wie Lama, Alpaka, Vicuna und Guanaco. Die Mehrheit aller erhaltenen Textilien stammt aus Gräbern der mittleren und südlichen Küste, wo das wüstenhafte Klima und der Salpetergehalt des Bodens ihren Erhalt begünstigt haben. Bemerkenswert an den alten Textilien ist die Leuchtkraft ihrer Farben. Dieses quadratische Gewebe, ist in der aufwendigen Technik der Schlitzwirkerei mit freiliegenden Kettfaden gefertigt.

Deutsches Textilmuseum Krefeld

Adresse: Andreasmarkt 8, 47809 Krefeld
Telefon: 0 21 51 / 94694-50, Telefax:  0 21 51 / 94694-55
eMail: textilmuseum@krefeld.de

Öffnungszeiten: Das Museum zeigt ausschließlich Wechselausstellungen. In der Zeit zwischen den Ausstellungen bleibt das Museum für Besucher geschlossen.
Öffnungszeiten während der Ausstellungen:
1. April bis 31. Oktober: dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr
1. November bis 31. März: dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr


Schon seit Gründung der „Königlichen Gewebesammlung Crefeld“ im späten 19. Jahrhundert gehörten peruanische Textilien zum Sammelgebiet des Hauses. Bei der Mehrzahl der etwa 400 Objekte handelt es sich um Funde aus den über das ganze Land verstreuten Gräberfeldern.

Wie bei den koptischen Textilien, bewahrte das trocken-heiße Klima der fast regenlosen Küstenzone Perus die Textilien vor der Zerstörung. Auch die teilweise über tausend Jahre alten peruanischen Stoffe überraschen den heutigen Betrachter durch ihre wundervolle Farbigkeit. Die schönsten unter ihnen sind Wollgewebe in Schlitzwirkerei, die Muster aufweisen mit Motiven wie die typischen Vögeln oder katzenartigen Wesen. Daneben sind Kopfschleier aus naturfarbenem Netzgewebe von großem Interesse.

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