Gründung

Es war im November 2001 als Gladis Alatrista C. ein lateinamerikanisches Fest im Stuttgarter Lindenmuseum besucht hat und feststellen musste, es fehlte eine Tanzgruppe aus Peru. Daraufhin hat sie ein Jahr gebraucht, bis sie Gleichgesinnte fand. Die ersten Kontakte hatte sie zu Jesus Tintaya S. und Lilette Vilca L. und anschließend kam auch Fernando Oviedo Q. dazu.

Gladis y JesusKarneval-der-Kulturen-2003

Am 27 Oktober 2002 verwirklichte sich der ersehnte Wunsch, eine Tanzgruppe zu bilden. In den Anfängen galt es erst einmal, die eigene Kunst und Kultur zu studieren, herauszufinden, was wirklich traditionell peruanisch ist und was eben nicht. Schon 2003 hatten sie dann beim Berliner Karneval der Kulturen ihren ersten Gast-Auftritt. Doch zur Eintragung des Vereins beim Kulturamt kam es erst 2004, als sich immer mehr künstlerische Talente und Interessierte der kleinen Gruppe anschlossen. Raymi-Perú sollte der neue Verein heißen, der nun nicht mehr nur eine Tanzgruppe, sondern ein Kulturverein sein sollte, welcher mit seinen Musikern, Sängern, Tänzern und Malern die ganze künstlerische Vielfalt der Andenregion repräsentieren konnte.

Raymi Peru Tanzgruppe

‚Raymi’ ist ein Wort aus dem Quechua. Quechua war während der Inka-Zeit Amtssprache und gilt auch heute noch im südamerikanischen Andenraum nach Spanisch und Portugiesisch als meistgesprochene Sprache. Auf Deutsch bedeutet ‚Raymi’ so viel wie ‚Feiern’. Und das ist es dann auch, worum es dem Verein von Anfang an ging: die Pflege und die Verbreitung kultureller Traditionen Perus. Die aus der Jahrtausende alten Kultur der Anden stammenden traditionellen Tänze des Alltags in den bunten, originalen Trachten liegen den Vereinsmitgliedern am Herzen und sollen durch ihr Engagement weiterleben und in Deutschland den Menschen näher gebracht werden. Da wäre etwa der in den Dörfern der Anden beheimatete Tanz Paras (Regen), bei dem der Regen beschworen wird, er möge wieder die trockenen Äcker und Wiesen befeuchten. Beim Huaylarsh-Tanz wird die Verliebtheit eines jungen Paares und die Freude über die bevorstehende Ernte widergegeben. Männliche Tänzer zeigen ihre ganze Kraft und Dynamik, um die Frauen zu beeindrucken, und diese wiederum faszinieren durch ihre eleganten und anmutigen Bewegungen.

So tanzen und spielen die Mitglieder von Raymi Peru e.V. bei Straßenfesten, bei Jubiläumsfeiern und interkulturellen Veranstaltungen aller Art. Die Mitglieder des Vereins sind der festen Überzeugung: „Die Kunst sei eben eine universelle Sprache, die von allen Menschen verstanden werde und so auch ein gegenseitiges Kennenlernen der deutschen und peruanischen Kultur ermögliche“.

Jeden Samstag treffen sich die derzeit rund 30 aktiven Mitglieder, um die Tänze und die Musik mit charakteristischen Instrumenten, wie der Panflöte, der Mandoline und Gitarre einzustudieren, aber natürlich auch, um sich zu unterhalten und gesellig beisammen zu sein.

 

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